Nach dieser trainingsart sind ca. 48 Std. Erholungsphase einzuhalten!
Tempodauerlauf:
3x2000m bei 172 puls (~90% HFmax),je 2000m 4min Erholgsphase)
extensiv: 5x1000m bei 182 puls (~96% HFmax), je 1000m
2min Erholgsphase
Die Pausen zwischen den Belastungen sind relativ kurz, das Tempo
während der Belastung wenig schneller als das angestrebte
Wettkampftempo. Mit dieser Trainingsart werden aerobe, wie auch
anaerobe Fähigkeiten trainiert. In Trab- oder Gehpausen
zwischen den Belastungen soll die Pulsfrequenz auf 120 –
140 Schläge fallen, bevor eine erneute Belastung folgt.
Beispiel: 5 x 4 min Belastung mit je einer Trabpause von 2 min.
intensiv:
10x400m bei 190 puls (~99% HFmax), je 400m 3 min Erholungsphase!
Die Pausen zwischen den Belastungen sind länger und in
den kürzeren Belastungsphasen läufst du deutlich über
dem Wettkampftempo. Du steigerst so die anaerobe Kapazität
deines Körpers. Der Erholungspuls in den Trabpausen sollte
unter 120 Schläge sinken.
Beispiel: 10 x 400 m mit je 3 min Gehpause.
2009 2.Leistungstest
2008
1 Leistungstest
Regeneration:
Aktive Regeneration nach langem, schweren training;
bereitstellung der Energie durch reine Fettverbrennung;
sehr geringe triningsintensität, aerobe adption.
Trainingsbereich
II:
Grundausdauer 1
= Training rein aerob; Energiebereitstellung durch Fettverbrennung;
Steigerung der Langzeitausdauer; niedrigere trainingsintensität;
optimales herz-Kreislauftraining für untrainierte
Trainingsbereich
III:
Grundausdauer 2
= Training im oberen aeroben Bereich; Energiebereitstellung
durch kohlenhydrate und Fett; Verbesserung der Grundlagenausdauer;
verbessert die Sauerstoffaufnahme sowie leistungsfähigkeit
Entwicklungsbereich:
Training im Bereich der aneroben Schwelle. Energiegewinnung
zu größeren teilen aus Kohlenhydraten; hohe
trainingsintensität zur Verbesserung der Kraftausdauer
und Wettkampfspezifischen Ausdauer
2011:IANS
HF 172 Lactate: 3,4 mmol/l
Puls:
110-119
km/h:
6,6-7,9
Max
HF 192
Puls: 119-139
km/h: 7,9-9,9
Puls:
139-160
km/h:
9,9-11,9
Puls:
160-172
km/h:
11,9-13,2
2009:IANS
HF 162 Lactate: 2,5mmol/l
Puls:
94-112
km/h:
6,2-7,5
Max
HF 181
Puls: 112-136
km/h: 7,5-9,3
Puls:
136-155
km/h:
9,3-11,2
Puls: 155-162
km/h: 11,2-12,5
2008:IANS
HF 164 Lactate:
2,9mmol/l
Puls:
99-114
km/h:
5,8-6,9
Max
HF 184
Puls: 114-137
km/h: 6,9-8,6
Puls:
137-154
km/h:
8,6-10,4
Puls: 154-164
km/h: 10,4-11,5
Das training ist in 4 Trainingsbereichen mit den "persönlichen
Pulswerten" durchzuführen:
(sollte jeder der läuft für sich ermitteln lassen;
Preis ca. 150�)
Beispiel:
2011, Training (8km) bei nahezu gleichem Puls (~155), ~12.4
km/h, Zone 3:
MEETING
"HERBERT STEFFNY"
Nachdem ich 2010 eine Art "Zwangspause" einlegen musste widme ich mich seit beginn 2011 wieder intensiv dem (Lauf)Sport.
Begonnen habe ich im Januar mit Ernährungsumstellung sowie gezieltem Training. BUCHEMPFEHLUNG
Das heißt u.a. auch anfertigen neuen Schuhwerks mit Einlagen,
Physiotherapie
& Laserbehandlung an beiden Sehnen sowie Waden. Ab mitte Februar
heißt es dann gezieltes 12-wöchiges Halbmarathontraining
(1:30:00).
Herbert
Steffny,
Diplombiologe, 16-facher Deutscher Meister und dreifacher
Frankfurt-Marathonsieger war Olympiateilnehmer und gewann die
Bronzemedaille im Marathon bei den Europameisterschaften 1986. Er
stellte zudem 2003 einen deutschen Rekord im 10-Kilometer-Lauf der
über 50-Jährigen auf. Herbert Steffny trainiert und
berät zahlreiche national und international erfolgreiche
Spitzenathleten. Er ist ein gefragter Laufexperte der Medien und
Krankenkassen. Der Bestsellerautor hat mehrere Bücher zu den
Themen Laufen, Walking und Ernährung im Südwest Verlag
veröffentlicht.
Vieles
von dem gezeigten und gesagten war mir bereits durch einige
Bücher bekannt; die größte Erkenntnis war für
mich das ich das Training weiterführen muss wie ich angefangen
habe (training Pulskontrolle) ABER in den entsprechenden Trainingszonen
(GA1 GA2...) mehr Zeit verbringen muss und mehr mehr Kilometer
machen muss. Heißt für mich unterm Strich: langsamer /
mit entsprechendem Puls jeweiliger Trainingszonen laufen!
Nicht zu vergessen ist das Warm-up & Dehnungsprogramm anschliessend!
Interessant sind sicher auch div. "Laufreisen" & "Laufworkshops"...
Mal sehen ;-)
2010 musste ich mich (umfangreicheren) anderen Heruasforderungens stellen (2 Umzüge, gr. Renovierung...)
Leider nur Zeit/Kraft für gelegentliche "Sonntagsläufe".
Das leidige Thema 2009 nachdem ich ende 2008 durch mehrere faktoren
wie: abgenutzte Laufschuhe (überpronation der Füße),
zu wenig pausen meine Sehnen & Waden geschädigt habe!
Nach einer Untersuchung beim Orthopäden habe ich ca. mitte
des Jahres 2009 eine spezielle Bandage sowie Schmerz- &
Entzündungslindernde Tabletten sowie eine mind. 5 wöchige
laufpause verordnet bekommen. Derzeit, nach einigen Wochen (Oktober)
verspüre ich endlich leichte Besserung! Hier ist absolute
Geduld gefragt um das Problem nachhaltig zu kurieren. Daher
beschränke ich das Training im Monat Juli/Anfang August
ausschliesslich auf Radfahren, Fitnessstudio & Dehnübungen...
Mein tipp:
Bei ersten anzeichen von Schmerzen sofort überlegen was
die Gründe dafür sein können und entsprechend
reagieren!
I.d.R. entstehen Schmerzen an Gelenken/Sehnen/Muskeln durch
Übertraining, schlechtes Equipment, zu wenige Regenerationsphasen
zwischen den Läufen!
(nicht unbedingt denken: etwas salbe, 2 tage pause und dann
geht´s schon wieder... -> nach hinten los!)
21,1km
Halb-Marathon
(06.06.09,
Koblenz, MiMa, 18:30h Start Boppard) 01:40:57,
343ter Platz Gesamt, 28ter AK M30
21,1km
Halb-Marathon
(17.05.09,
Heilbronn Trollinger 1/2-Marathon) 01:50:11,
864ter Platz Gesamt, 100ter AK M30
Ein aufschlussreicher Lauf...
Gründe dafür gibts gleich mehrere; erstens neue Laufschuhe (Asics Nimbus 10)
+ speziell angefertige Einlagen vom Orthopäden, zweitens schmerzende
Achillessehnen an beiden Beinen. Letzteres zwang dazu 2 Wochen nicht
trainieren zu können - die Sache ist noch nicht ganz ausgeheilt... Erst am Abend vor diesem Lauf entschied
ich mich nach einem 10km trainings-jog zum Start. Dieser Lauf hatte es
ohnehin in sich - bedingt durch das Höhenprofil. Ab KM
10 (höchster Punkt der Steigung) begannen sich Bergab dann noch an jeder Fußhöhle, Sohle
innen, mitte, eine große Blase zu bilden die einwandfrei auf die neuen Einlagen
zurück zu führen sind. Ab KM 11 schmerzte jeder einzelne Schritt bis ins Ziel
das ich dann doch mehr oder weniger durch kampf in (nur) 1:50:11 erreichte.
Egal, hauptsache angekommen. Jetzt heißt es allerdings bis zum
Mittelrhein-Marathon 3 Wochen absolutes gesunden der Füße/Waden um hoffentlich
wieder aktuelle Performance abrufen zu können und die Zielzeit von ca. 1:30:00
zu erreichen!
10km
Silvesterlauf
(31.12.08,
Montabaur) 00:51:17,
31ter AK M30
(5min/km waren beabsichtigt ;-), 22h-4h Gig in Wirges...)
21,1km
Hunsrück
Halb-Marathon (31.8.08,
Kastellaun) 01:36:33,
75er Platz Gesamt, 11ter AK M30
5km
Firmenlauf
(6.6.08, Koblenz) 00:19:35,
221er Platz v. >11000, 36ter M30
21,1 km Mittelrhein
Halb-Marathon (1.6.08, Boppard-Koblenz) 01:37:14,
159er Platz v. 2111, 21ter M30
Eine gute Vorbereitung (ca. 6 Wochen
für 1/2 Marathon) bezogen auf Training, Ernährung,
Disziplin & nicht zuletzt spontaner Teamarbeit mit Hermann
Günther während des Laufes ließ den für
mich ersten Halbmarathon mit einem guten Ergebnis zufriedenstellend
enden! Gleich morgen gehts aber weiter da am kommenden Freitag
der 5km Firmenlauf ansteht. Dank geht an meine Eltern für
die Zwischenversorgung, an Hermann für die erstklassige
Teamarbeit & nicht zuletzt an Schosch & Commanda für
diverse Bilder...
10kmVolkslauf(22.05.08, Rhens) 43:45min.,
19er Platz v. 85, 4ter M30URKUNDE
Laktatwert:
Die
Belastung wird stufenweise gesteigert. Jeweils fünf Minuten
muss gelaufen werden. Am Anfang bewegt sich das Band in einer
Geschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde. Das entspricht
einer Kilometerzeit von 8:23 Minuten. Über die Maske wird
die Menge des eingeatmeten Sauerstoffs und des ausgeatmeten
Kohlendioxid gemessen. Der Pulsmesser zeigt die Herzfrequenz
an. Sowohl vor dem Test als auch während der zwei Minuten
Pause zwischen den Stufen wird Blut aus dem Ohrläppchen
gezapft wird, um den Laktatwert zu bestimmen. Das Salz der Milchsäure
wird als Laktat bezeichnet. Erhalten die Muskeln nicht mehr
genug Sauerstoff aus Lunge und Kreislauf, um den Energiebedarf
zu decken, entsteht Milchsäure bzw. Laktat, um das Defizit
auszugleichen. Dabei besteht die Gefahr, dass die Muskeln übersäuern.
Langstreckenläufer sollten es vermeiden in so eine Sauerstoffschuld
zu geraten,
die anaerobe Schwelle also möglichst nicht überschreiten.
Als Kontrolle dient die Pulsfrequenz.
Sauerstoffschuld:
Unter normaler Belastung (im Alltag oder bei leichter körperlicher
Betätigung) bereitet sich ein Muskel seine Energie auf,
in dem er zur Energiegewinnung Sauerstoff hinzuzieht. Bei verstärkter
Belastung atmet der Mensch schneller, um den Muskeln mehr Sauerstoff
zur Verfügung zu stellen. Man spricht von der aeroben Energiebereitstellung.
Wird kurzfristig sehr viel Kraft benötigt, gerät man
in die so genannte Sauerstoffschuld. Der Muskel schaltet auf
die anaerobe Energiegewinnung um: Hierfür wird kein Sauerstoff
benötigt, es fällt aber Milchsäure an. Das Laktat,
blockiert jedoch die Muskelarbeit zunehmend. Die Grenze zwischen
aerober und anaerober Energiebereitstellung wird als Schwellenwert
bezeichnet. Ein untrainierter Sportler erreicht die Schwelle
eher als ein trainierter Sportler.
Zur
optimalen Trainingssteuerung sind neben dem Messen der HF
auch das Feststellen der Laktatkonzentration im Blut, möglichst
während der ersten halben Stunde des Trainings, von großer
Wichtigkeit. Nach den ersten dreißig Minuten pendelt
sich der Laktatwert ein und senkt sich dann eher ab.
Die
Ausdauerleistungsfähigkeit lässt sich in einen aeroben
und in einen anaeroben Bereich unterteilen. Im aeroben Bereich
wird die Energiegewinnung über die Sauerstoffaufnahme
(siehe Sauerstoffaufnahme) sichergestellt, man bewegt sich
im GA1 und GA1-2 und aktiviert die Fettverbrennung. Im anaeroben
Bereich wird die Energiegewinnung nicht mehr über Sauerstoff
gewährleistet, es werden energiehaltige Kohlenhydrate
ohne Sauerstoff vergärt, dabei entsteht Laktat, das Salz
der Milchsäure. Ab dem Training im GA2 befindet man sich
in diesem laktatproduzierenden Bereich. Das Laktat ist das
saure Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels, das bei intensiver
Belastung durch den Verbrauch der Kohlenhydrate entsteht.
Im
Ruhezustand liegt der Laktatwert bei 1-2 mmol/l. Je intensiver
die Belastung, um so höher steigt die Laktatkonzentration
im Blut. Die maximalen Werte liegen im Durchschnitt bei 10
mmol/l, bei Sprintern und 400m- Spezialisten kann allerdings
auch die "20 mmol/l - Grenze" überschritten werden. Das
Laktat wird in der Leber, im Herzmuskel und in der Skelettmuskulatur
abgebaut, nachdem es ins Blut übergegangen war.
Für
Ausdauersportler ist es von größter Bedeutung,
bei welcher Geschwindigkeit, in Abhängigkeit von der
Steigung, der individuelle Übergang vom aeroben in den
anaeroben Bereich, auch Schwelle genannt, liegt. Ab wann laufe
ich im ermüdenden, kohlenhydratverzehrenden anaeroben
und bis wann bewege ich mich noch im absoluten aeroben Ausdauerbereich??
Diese Fragen kann nur eine Leistungsdiagnostik, bei der HF
und Laktat gemessen wird, klären (siehe Leistungsdiagnostik).
Der Laktatwert, bei welchem die Schwelle überschritten
wird, ist nicht bei jedem gleich und muß auch in bezug
zum Ruhe- und Maximalwert gesetzt werden, welche auch vom
Trainingszustand und der Sportart abhängen. Im
Mittel liegt die Schwelle zwischen 2-4 mmol/l, ab 4 mmol/l
ist der anaerobe Bereich erreicht, ab dieser Grenze steigt
trotz konstanter Belastungsintensität die Laktatproduktion
unaufhörlich weiter an (laktatzider Bereiche). Im
aeroben- anaeroben Übergangsbereich kann die Laktatbildung
und -abbau sich noch im Gleichgewicht halten (maximales Laktat
steady state).
2.1
Zuordnung der Laktatwerte zu Trainingsbereichen Eigentlich
verhält es sich genau anders herum, die Trainingsbereiche
müßten den Laktatwerten zugeordnet werden! So empfiehlt
es sich eine Leistungsdiagnostik durchzuführen und den
gemessenen Laktatwerten die jeweiligen Pulswerte und die daraus
resultierenden Trainingsbereiche zu zuordnen.
GA1:
1,5-2,0 mmol/l GA1-2:
2,0-3,0 mmol/l GA2:
3,0-6,0 mmol/l WSA:
über 6,0 mmol/l Wettk.:
über 8,0 mmol/l
(Trainingsbereiche
siehe Herzfrequenz)
2.2
Einflussfaktoren auf den Laktatwert Auch
die Laktatkonzentration im Blut kann sich durch biologische
Einflüsse verändern und dann nicht mehr mit der
adäquaten Belastung verglichen werden.
Ein
Hauptaugenmerk muß hierbei auf die zur Verfügung
stehende Menge an Glycogen gelegt werden. Sind die Kohlenhydratspeicher
in den Muskeln und der Leber nicht ausreichend gefüllt,
wird bei gleicher Belastung weniger Laktat gebildet. Dies
kann dann zu Fehlinterpretationen der Ausdauerleistungsfähigkeit
führen, da man zum Glauben, schneller mit niedrigerem
Laktat laufen zu können, verleitet wird. Deshalb sollte
man vor einer leistungsdiagnostischen Untersuchung unbedingt
1-2 Ruhetage einbauen und auf eine gute Füllung der Glycogenspeicher
achten!! Auf diese Weise erhält man seine wirklichen
Werte und kann die Trainingsbereiche optimal bestimmen.
Wie
bei der HF, beeinflusst auch die Höhe (ab 1700m) den
Laktat. Sie verändert nicht die Höhe des Wertes
nach oben oder unten, nein, sie veränderte die Halbwertzeit
für den Abbau des Laktats. Je höher, desto länger
dauert es, Laktat abzubauen. Die Länge der Abbauzeit
kann sich verdreifachen! Diese Tatsache allein mahnt zur Vorsicht
bei intensivem Training in der Höhe!
3.
Leistungsdiagnostik durch Labor- und Feldstufentests Zur
Intensitätenfestlegung im Fitness- und Leistungssport
haben sich zwei Testverfahren etabliert. Zur Analyse des langfristigen
Leistungsaufbaus werden die Laufbandtests im Labor herangezogen.
Diese kommen meist zweimal im Jahr zum Einsatz, im Frühjahr
und im Herbst. Im Labor herrschen immer gleiche Bedingungen,
was einen Vergleich über Jahre hin möglich macht.
Der Laufbandtest vollzieht sich in Stufenform: Nach einer
Aufwärmphase beginnt man z.B. bei einer Geschwindigkeit
von 10 Km/h und einer immer gleichbleibenden Steigung von
1,5%. Jede
Stufe dauert 3 min. Nach jeder Stufe wird Blut, zur Laktatbestimmung,
abgenommen und der Pulswert notiert. Dann läuft sofort
die nächste Stufe, welche auf 12 Km/h beschleunigt wird,
an. So wird jede weitere Stufe um 2 Km/h beschleunigt, bis
es zum Abbruch kommt. Der Test steigert sich fließend
von einer Überprüfung der Ausdauer bis hin zum Maximaltest,
der Bestimmung der Leistungsfähigkeit (Standvermögen).
Das
Testverfahren beim Feldtest ist ähnlich. Dieser dient
der kurz- und mittelfristigen Belastungssteuerung und kann
des öfteren ins Training eingebaut werden. Der Feldtest
kann z.B. auf einer 2Km- Runde stattfinden. Diese wird mit
zunehmender Geschwindigkeit durchlaufen, als Anhaltspunkt
sollte der Puls genommen und dieser in jeder Runde um 10-15
Schläge/ min. erhöht werden. Nach jeder Runde wird
Blut, zur Laktatbestimmung, abgenommen und der Höchstpuls
notiert.
Trägt
man jetzt die nach jeder Stufe bzw. Runde gemessenen Herzfrequenz-
und Laktatwerte in ein xy-Koordinatensystem, wobei die HF-
und Laktatwerte zwei y-Achsen und entweder die Geschwindigkeit,
Watt, oder die Zeit (Leistung) die x-Achse darstellen, ein,
dann erhält man eine Laktatkurve und eine beinahe gerade
nach oben verlaufende HF- Linie. Diese Laktatleistungskurve
zeigt mir dann genau bei welcher Geschwindigkeit bzw. Stufe
und welcher Herzfrequenz ich mich im aerob- anaeroben Übergangsbereich
befinde. Ziel
eines jeden Ausdauersportlers ist es die Laktatkurve möglichst
flach nach rechts rauszuschieben, d.h. länger im Bereich
des maximalen Laktat steady state, trotz höherer Geschwindigkeit
laufen zu können. Ein
Test bis zum Abbruch (Maximaltest) trägt zur Beurteilung
des anaeroben Bereiches bei. Hier lassen sich Kreatinphosphatspeicher,
Laktatentwicklung und -toleranz, wie das Erholungsverhalten
nach der Maximalbelastung prüfen. Wird z.B. das Maximallaktat
bei weitem nicht erreicht, läßt dies auf eine unzureichende
Füllung der Glycogenspeicher schließen, durch die
dann auch die Ausdauerlaktatwerte in Mitleidenschaft gezogen
werden(siehe Fehlinterpretation). Bei einem sehr hohen Maxlaktat,
steht dem Wettkampf nichts mehr im Wege und man sollte überprüfen,
ob dies mit der Trainingsplanung übereinstimmt, anderen
Falls empfiehlt es sich nochmals ins extensive Ausdauertraining
einzusteigen. Auch
der ausdauerleistungsbestimmende Parameter der maximalen Sauerstoffaufnahme
(VO2max) wird oft bei der leistundsdiagnostischen Untersuchung
im Labor gemessen (siehe Sauerstoffaufnahme).
4.
Maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) Die
maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) ist das Bruttokriterium
für die Ausdauerleistungsfähigkeit. Sie repräsentiert
das maximale Transportvermögen von Sauerstoff aus der
Atemluft in die beanspruchte Muskulatur. Je
höher die VO2max, desto höher kann die Intensität
einer Ausdauerbelastung sein, ohne eine "Sauerstoffschuld"
eingehen zu müssen, also in den laktaziden, anaeroben
Bereich einzudringen. Daraus ergibt sich, um so höher
die VO2max, desto größer ist die Ausdauerleistungsfähigkeit
(aerobe Kapazität), man kann die Energiegewinnung länger
über die Sauerstoffversorgung gewährleisten, bevor
man in den anaeroben Stoffwechsel übergeht.
Die
maximale Sauerstoffaufnahme ist das Maß für:
-
Sauerstoff- Zufuhr -
Sauerstoff- Transport -
Sauerstoff- Verwertung
4.1
Sauerstoff- Zufuhr In
der Lunge erfolgt der Übertritt von Sauerstoff aus der
eingeatmeten Luft ins Blut. In der Lunge herrscht immer ein
Überangebot an Sauerstoff (O2), als das es der Blutkreislauf
ausschöpfen könnte. Das erklärt, dass ein großes
Lungenvolumen nicht automatisch eine hohe VO2max bewirkt.
Viel entscheidener ist es dagegen, wie viel des Sauerstoffangebotes
in der Lunge vom Blutkreislauf aufgenommen werden kann.
4.2
Sauerstoff- Transport Der
Sauerstoff wird durch den Blutkreislauf zu allen Organen,
also auch zu den Muskeln transportiert. Als "Sauerstoffträger"
fungieren die roten Blutkörperchen (Erythrocyten). Angetrieben
wird der Kreislauf durch das Herz, was zur Bezeichnung Herz-Kreislauf-System
führte. Dieses
ist von entscheidender Bedeutung für die VO2max: Je mehr
Blut pro Minute vom Herz durch den Blutkreislauf gepumpt wird,
desto mehr Sauerstoff wird aus der Lunge (Gasaustausch) ins
Blut aufgenommen und zu den Muskeln transportiert. Diese Größe
wird Herzminutenvolumen (HMV) genannt. Durch langfristigen
Ausdauersport bildet sich automatisch ein Sportherz, das das
HMV erhöht. Die
Transportkapazität des O2 wird vereinzelt auch durch
Doping erhöht, das gentechnologisch hergestellte Erythropoietin
(EPO) regt die Bildung der roten Blutkörperchen (O2-Träger)
im Knochenmark an. Es trägt zur Verdickung des Blutes
bei ( hoher Hämatokritwert) und kann durch den zusätzlichen
Flüssigkeitsverlust beim Sport gefährlich werden:
Gerinnselbildung und Herzüberlastung, auf Grund des dicken
Blutes, können bis zum Tod führen. Eine
natürliche Alternative bietet das Höhentraining.
Es bewirkt neben komplexen Effekten auf den Organismus vor
allem eine leichtere Abspaltung des Sauerstoffs vom Erythrocyten
(O2-Träger).
4.3
Sauerstoff- Verwertung Der
Übertritt von O2 erfolgt über direkten Kontakt der
Kapillaren (kleinste Blutgefäße) mit den Muskelzellen.
Hier muß der Begriff der Kapillarisierung genauer unter
Augenschein genommen werden: Durch
Ausdauertraining wird die Durchblutung der Muskulatur verbessert,
indem bereits vorhandene Kapillaren erweitert, "Ruhekapillaren"
geöffnet und sogar neue Kapillaren gebildet werden, diesen
Vorgang nennt man Kapillarisierung. Ausdauersportler haben
somit, durch die angelegten Kapillaren, eine bessere Sauerstoffausschöpfung
in der Muskulatur.
Die
VO2max kann als absolut in Milliliter O2 pro Minute, oder
als relative in Milliliter O2 pro Kg und Minute gemessen und
angegeben werden. In Sportarten, in denen das Körpergewicht
nicht voll zu tragen ist (Schwimmen, Radfahren,...) ist die
absolute VO2max für die Leistungsfähigkeit aussagekräftiger,
wenn jedoch die Schwerkraft überwunden werden muss, wie
z.B. bei Laufdiziplinen, dann kommt die relative VO2max zum
Tragen.
Die
VO2max ist zu größten Teilen vererbt und ihre Trainierbarkeit
begrenzt, sie beträgt 20%, in Ausnahmefällen auch
bis zu 50%, dies ist aber sehr selten. Man kann trainieren
wie ein Verrückter, ob man je Weltklasseniveau erreicht,
entscheidet die maximale Sauerstoffaufnahme, sie ist sozusagen
das Talent, das ein Sportler besitzt. Ein
untrainierter Mensch hat eine relative VO2max von 40-50 ml/kg
und min. Ein Spitzensportler weist eine VO2max von 80-90 ml/kg
und min. auf.
Die
VO2max, die über einen längeren Zeitraum zur Verfügung
steht und in dem aerob- anaeroben Übergangsbereich zum
Einsatz kommt ist dagegen viel besser trainierbar, es besteht
eine 50-70%-Verbesserungsmöglichkeit.
Quellen:
- "Das große Buch vom Skilanglauf" (
Prof. Dr. phil. Hottenrott/ Sportwissens. Urban )
-
Sportmagazin ( Dr. Kurt A. Moosburger ) -
Sportmedizinische Info ( Dr. med. Ludwig V. Geiger)